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Gastbeitrag: Warum sind wir Autorinnen so sadistisch?

(Hinweis: Der folgende Text verwendet das generische Femininum, da die Mehrzahl der schreibenden Personen in meinem Umfeld weiblich ist. Alle anderen sind damit natürlich mitgemeint.)

Unsere Protagonisten haben es nicht immer leicht mit uns. Wir lassen sie leiden, stellen ihnen übermächtige Gegner und Hindernisse in den Weg, geben ihnen unmögliche Aufgaben, nur um sie daran scheitern zu sehen, oder nehmen ihnen alles, was sie lieben. Und viele von uns haben auch noch Spaß daran.

Aber warum eigentlich?

Warum sind wir Autorinnen so sadistisch?

Da auch ich beim Schreiben eine sadistische Ader habe, habe ich mir darüber schon des Öfteren Gedanken gemacht. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es auf diese Frage mindestens drei unterschiedliche Antworten gibt:

Antwort Nr. 1: „Ich will das eigentlich gar nicht!“ – Die liebe Autorin

Die liebe Autorin will ihren Protas eigentlich gar nicht wehtun. Aber ohne Tragik gäbe es keinen Konflikt und ohne Konflikt keine Story. Ein bisschen Schmerz muss also sein: Nach dem Prinzip „no pain no gain“ müssen sich die Figuren ihr Happy End „verdienen“. Und die liebe Autorin ist froh, wenn sie endlich das Schlimmste überstanden haben.

Die liebe Autorin ist also gar nicht sadistisch, sie tut nur, was nötig ist. Denn ohne ein paar tragische Szenen wären die schönen Szenen im Kontrast viel weniger schön.

Antwort Nr. 2: „Schreiben ist für mich wie Therapie.“ – Die neutrale Autorin

Die neutrale Autorin hat ein Faible für Psychologie. Auch sie ist nicht (nur) sadistisch, sondern erkundet gern die Tiefen und Untiefen der menschlichen Seele. Sie thematisiert beim Schreiben intensive Emotionen aller Art, und dazu gehören positive ebenso wie negative. Dadurch versteht sie nicht nur ihre Figuren, sondern auch sich selbst immer besser. Viele sagen deshalb, dass Schreiben für sie wie Therapie ist.

Auch ich selbst zähle mich zu diesen neutralen Autorinnen. Schreiben ist für uns ein Vakuum, um eigene Gefühle (die guten und die schlechten) rauszulassen und zu erforschen. Außerdem können wir das Schreiben als „safe space“ nutzen und Szenarien durchspielen, vor denen wir uns fürchten – ohne Angst haben zu müssen, die Kontrolle zu verlieren. Das Schreiben ist somit eine Bewältigungsstrategie von Ängsten und eine Erkundungstour der eigenen Psyche.

Antwort Nr. 3: „Je grausamer, umso spaßiger!“ – Die böse Autorin

Die böse Autorin ist eigentlich die einzig wahre Sadistin in unserem Trio. Sie liebt den Reiz des Verbotenen. Sie lebt beim Schreiben ihre dunkelsten Ideen und Fantasien aus, die sie im echten Leben niemals in die Tat umsetzen würde – wie ein verrückter Professor, der sich moralisch fragwürdigen Experimenten widmet.

Es macht ihr Spaß, ihre Figuren, ihre Leser und sich selbst bis an die Grenzen des Erträglichen zu treiben. Vielleicht gibt es ihr sogar einen „Kick“, einen Adrenalinrausch, diese vollkommene Macht auszuspielen. Viele sadistische Autorinnen sind aber zugleich auch masochistisch: Denn sie lieben ihre Figuren und leiden mit ihnen, haben jedoch trotzdem Freude daran.

Zu welchem Autorinnen-Typus gehört ihr? Oder habt ihr vielleicht noch eine ganz andere Erklärung?

Über die Autorin: Antje Bremer, geboren 1995, wohnt und schreibt im schönen Niedersachsen. Die Bücherliebe begleitet sie schon lange: Nach dem Abitur machte sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin und studierte anschließend Literaturwissenschaft und Philosophie. Seit Herbst 2020 widmet sie sich hauptsächlich dem Schreiben. Zwei flauschige Katzen leisten ihr dabei Gesellschaft.
Mehr zur Autorin findest du hier und hier.

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Und plötzlich ist es fast November. Ich schaue auf einen sehr produktiven Monat zurück und kann extrem stolz auf mich sein. Keine Sorge, das bin ich auch.
Ich habe 44 Kapitel überarbeitet, 2 Exposès verfasst und schicke in den nächsten Tagen eine Verlagsbewerbung raus. Also kein Grund unzufrieden zu sein 😀

Tatsächlich bin ich ein wenig aufgeregt. Nicht nur, weil ich Projekte beenden konnte, die seit Jahren schon auf meinem PC vergammeln, sondern auch, weil ich das Gefühl habe, dass es endlich vorangeht. Einen Monat hatte ich frei und den habe ich genutzt – fürs Autorendasein. Jetzt ist es fast NaNo und das neue Semester fängt an und ich brauche erst mal Urlaub 😉 Okay, ganz so schlimm ist es nicht.

Eigentlich wollte ich jetzt total stolz von meinem geplanten NaNo Projekt erzählen und was ich für eine geniale Idee hatte… und dann kam alles anders. Ich habe ein neues Steampunk Projekt geplant, geplottet und die Charaktere zum Leben erweckt, nur damit mir ein Romance Projekt dazwischen kommt. Ehrlich gesagt, war sogar das Romance Projekt der erste Plan gewesen. Vor zwei Monaten habe ich mir vorgenommen, dass ich es schreibe. Doch dann drängte sich das Steampunk Ding vor und ich war (und bin) von der Idee begeistert.
Doch es kam wie es kommen musste, die zwei Projekte haben in meinem Kopf Krieg geführt. Romance hat gewonnen. Ich freue mich tatsächlich sehr, der Liebesgeschichte von Leek und Dale Leben einzuhauchen und träume auch jetzt schon wieder zu groß. Ich kann es einfach nicht lassen und liebäugle jetzt schon mit Verlagen, von denen ich gerne verlegt werden will. Aber nein, ich nenne keine Namen. Erst einmal schreibe ich den NaNo durch und überarbeite im Dezember. Vielleicht gibt es dann einen Zwischenstand. Bis dahin kannst du dir natürlich die Pinnwand dazu anschauen. Sie wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen und Wochen immer weiter wachsen. Immerhin verfeinern sich meine Vorstellungen zunehmend. Die Geschichte ist geplant, geplottet und schreib-fertig. Was du aber niemanden erzählen darfst, ist, dass die ersten 3 Kapitel bereits geschrieben sind 😀

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Ich glaube, es wird mal wieder Zeit für ein Update. Nachdem der Umzug immer noch nur langsam vorangeht und ich noch kein WLAN habe, ist es immer ein wenig schwierig. Nur noch 6 Tage dann ist auch das Problem behoben und ich werde wieder regelmäßig bloggen 🙂

Doch was ich eigentlich verkünden wollte: mein nächstes Buch ist bei meinen Testlesern. Nach nur knapp einem Jahr Arbeitszeit (okay, ich habe auch zwischendurch Pausen gemacht) konnte ich vor wenigen Tagen das Manuskript verschicken. Bis Ende des Monats möchte ich die Verlagsbewerbung fertig haben. Dann gibt es vielleicht schon bald ein paar Neuigkeiten 😀

Hier posiere ich mit meinem Manuskript nur kurz bevor es an die Testleser rausging.

Mehr Infos über mein Steampunk Werk folgen, sobald ich WLAN habe, versprochen 🙂

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Es gibt Neuigkeiten :)

Die letzte Zeit war es sehr ruhig um mich. Das hatte mehrere Gründe. Zum einen nimmt mich Uni gerade wieder voll in Beschlag und frisst meine Zeit fast vollkommen auf. Daher sieht es schreib-mäßig gerade etwas mau aus. Aber nur noch ein Semester. Und wenn alles gut läuft, habe ich den gesamten Oktober frei 🙂

Aber die viel größere und schönere Neuigkeit ist eine andere: Ich habe geheiratet. Am Montag haben mein Freund und ich uns das Ja-Wort gegeben. Ich bin immer noch total gehypt und noch nicht so wirklich in der echten Welt wieder angekommen. Ich hatte die traumhafte Prinzessinnenhochzeit, die ich immer wollte 😀

Offiziell trage ich seit Montag den Nachnamen meines Mannes, aber ich habe mich dafür entschieden, unter meinem alten Namen weiter zu schreiben. Also ändert sich in meinem Autorenleben nicht viel. Ich ziehe Mitte nächsten Monat um ins kuschlige Ilmenau, aber ansonsten bleibt alles beim Alten. Ich werde weiter Schreiben und wenn es die Zeit wieder hergibt, mehr bloggen. Da gibt es nämlich auch noch die ein oder andere Sache, die ich noch nicht erzählt habe 😉