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Ich glaube, es ist mal wieder Zeit über ein paar Neuigkeiten aus meinem Autorenleben zu schreiben. Viel passiert zwar insgesamt nicht, aber über die Zeit sammelt sich da doch einiges an 🙂

Zuerst einmal der LovelyBooks Leserpreis. Ich habe groß Werbung dafür gemacht und die Auswertung kam vor zwei Wochen. Mein Buch „Die Mädchen von Feenis Alberon“ hat es nicht in die nächste Runde geschafft. Ich bin trotzdem unglaublich glücklich über die vielen Stimmen, die ich bekommen habe. Feenis Alberon steht damit auf der Longlist in den Kategorien „Fantasy & Science Fiction“ und „Deutschsprachriges Debüt“ geschafft. Ich bin total überwältigt und glücklich so viel Zustimmung zu sehen und es motiviert unglaublich! Danke an jeden, der für mich abgestimmt hat 😀

Die nächste Sache, die ich ansprechen möchte, betrifft diesen Blog hier direkt. In der letzten Woche habe ich bereits ein Gastbeitrag veröffentlicht und auch in Zukunft werden alle zwei Wochen Gastbeiträge (immer freitags um 9 Uhr) kommen. Damit möchte ich eine bunte Mischung aus Beiträgen erzielen mit Themen, die mir vermutlich niemals eingefallen wären oder die ich nie geschrieben hätte. Ich habe eine Gruppe an fleißigen Autoren, die bereits kräftig schreiben, sodass für die nächsten Wochen Beiträge in den Startlöchern stehen.
Gastbeiträge werden so lange kommen, wie es Freiwillige gibt. Also wenn du Lust hast einen Gastbeitrag über das Schreiben zu schreiben, kannst du mich entweder über Kontakt kontaktieren oder mir auf einen meiner Social Media Kanälen eine Nachricht schicken.

Eine weitere neue Kategorie wird Rezensionen sein. Die werden nur sehr unregelmäßig kommen, weil ich neben Uni und Schreiben nicht viel Zeit habe, zu lesen und ich nur ungerne Bücher, die ich für Uni lese, rezensieren möchte. Es wird die ein oder andere Ausnahme geben, doch meine eigentliche Intension ist es, Werke von unbekannten (Selfpublishing) Autoren vorzustellen, die mich begeistert haben. Wie wichtig Rezensionen sind, ist mir auch erst klar geworden, seitdem ich mein eigenes Buch herausgebracht habe. Seht es gerne als Leseempfehlungen und für mich ein Versuch meinen Stapel an ungelesenen Büchern weiter abzuarbeiten.

Mein Schreibplan. Es ist Ende November und somit für mich höchste Zeit, meinen nächsten Monat oder gar meine nächsten Monate zu planen. Mein NaNo-Projekt trägt derzeit noch den Arbeitstitel „Einhornschnitzel“ (auf Twitter & Instagram unter #ProjektDMAC zu finden). Der Titel hat jedoch rein gar nichts mit dem Inhalt zu tun, sondern dient lediglich als Platzhaltes. In dem Projekt kommen weder Einhörner noch Schnitzel vor. Ich fand das Wort nur so genial 😀 Mehr als dass es Steampunk ist, sage ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, werde das Projekt euch jedoch demnächst genauer vorstellen.
Ich habe wieder mit dem Schreiben vom 2. Teil für die Reihe Feenis Alberon begonnen und komme besser als die letzten Male voran. Mittlerweile ist es die 4. Version, die ich schreibe, weil ich mich an irgendeiner Stelle immer verrenne und durch ein Plothole komme ich nicht weiter. Dieses Mal klappt alles jedoch super und ich bin voll drin. Mein Ziel ist es, den 2. Teil im Frühjahr (sprich März) zu veröffentlichen. Drückt mir die Daumen, dass das funktionieren wird 😀 Wenn es fertig für die Testleser ist, werde ich mich wieder meinem NaNo Projekt zuwenden, es überarbeiten und ebenfalls an Testleser schicken, sodass ich hoffentlich im März auf Verlagssuche gehen kann.
Wieder einmal hat sich Projekt Nymphe dazwischen geschoben. Meine Odysee mit der Geschichte zieht sich weiter und es würde an ein Wunder grenzen, wenn ich es dieses Jahr noch fertig stellen sollte. Aber immerhin ist die Leseprobe mittlerweile fast fertig und so kann ich die bald testlesen lassen, um auch dieses Projekt Anfang 2020 an einen Verlag schicken zu können.
Wie ihr seht, werden die nächsten Monate spannend und viel bei mir. Mal sehen, wie gut ich meine Pläne umsetzen kann, wenn Uni wieder einmal meine Pläne durchkreuzt. Ich bin echt gespannt, wie gut ich meine Ziele einhalten kann 🙂

Eine letzte kleine Neuigkeit zum Schluss: Ich habe jetzt Pinterest. Pinterest ist eine Internetseite, auf der jeder Nutzer eigene Pinnwände mit Bildern erstellen kann. Neben Moodboards und niedlichen Hundebildern habe ich dort auch Pinnwände für Feenis Alberon (sortiert nach den einzelnen Adelshäusern) und meinem NaNo Projekt.

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Das Adelshaus Ralin

Die Adelshäuser Alberon, Labados und Artisan aus „Feenis Alberon“ habe ich bereits etwas näher beleuchtet, hier kommt das vierte Haus: Ralin.

Nach der Ansiedlung des Hauses Artisan, dauerte es nicht mehr lange, bis das nächste Haus sich auch vorwagte. Ralin siedelte an dem Platz, der ihm von den zwei großen Häusern gewiesen wurde. Sie stammten aus dem Königreich Sadon und pflegten eine gute Beziehung zu dessen König. Das war nur einer der Gründe, warum ihnen ihre Lage – mit einem sehr weiten Weg nach Sadon – nicht gefiel. Das Haus Ralin war von Anfang an darauf aus, dass Feenis Alberon, in das Königreich aufgenommen zu werden. Als treue Untertanen Sadons sahen sie dies als ihre heilige Pflicht und wollten nicht eher zurückkehren, ehe sie dies erreicht haben.
Dass ihre Bemühungen keine Früchte trugen und tragen, hindert sie trotzdem nicht daran, sich regelmäßig mit dem hohen Adel des Königreiches zu verheiraten und viele Kinder und Enkel dieses Adels vorzubringen.
Das Haus ist weder abergläubisch, noch hängt sie einer Religion an. Es ist jedoch sehr loyal ihrem König gegenüber, obwohl sie nicht auf seinem Königreich wohnen.
Auf den ersten Blick scheint nichts besonders an diesem Haus, doch dieses Haus bringt überdurchschnittlich viele männliche Kinder hervorbringt. Die meisten jungen Männer werden schnellstmöglich für einige Jahre in dem königlichen Heer untergebracht, weswegen das Haus Ralin als besonders militärisch und diszipliniert gilt. Befehlen des Hausoberhauptes wird ohne Hinterfragen gehorcht.
Es zählt, als hohe Ehre eine Edeldame des Königreichs zu heiraten, weswegen zum einen nur selten heiratsfähige Männer des Hauses Ralin in Feenis zu sehen sind und zum anderen es nur selten zu Hochzeiten zwischen Ralin und einem anderen Haus in Feenis kommt.
Ungewöhnliche oder seltene Handelsgüter sind bei Ralin fast nie anzufinden, jedoch haben sie das Monopol auf Waren aus Sadon und über die Jahre siedelten sich die besten Schmiedemeister an. Sie schmieden alles in ausgezeichneter Qualität, was sich jedoch oft schnell auf den Preis auswirkt.

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Feenis Alberon & der LovelyBooks-Leserpreis

Wie jedes Jahr gibt es auch dieses Jahr wieder den LovelyBooks Leserpreis. „Die Mädchen von Feenis Alberon“ wurde in der Kategorie ‚Fantasy und Science Fiction‚ nominiert. Was das heißt und wie ihr für mich abstimmen könnt, verrate ich euch hier.

Was ist Lovelybooks?

LovelyBooks ist eine Onlineplattform für Autoren und Leser. Kurz erklärt sich die Seite so:
„Bei LovelyBooks kannst du dein eigenes virtuelles Bücherregal anlegen, Bücher bewerten und weiterempfehlen, Rezensionen schreiben, dich mit Gleichgesinnten unterhalten, bei Aktionen rund um Bücher mitmachen, dich bei Leserunden bewerben und vieles mehr. Als Autor*in kannst du LovelyBooks nutzen, um in direkten Kontakt mit deinen Lesern zu treten.“
Der Leserpreis wird einmal pro Jahr vergeben, um die beliebtesten Bücher einer Kategorie küren zu können.

Nominierung und jetzt?

Die erste Phase geht bis zum 14. November. Dabei kann jeder Leser in jeder Kategorie bis zu 3 Bücher nominieren. Je mehr Nominierungen, desto besser.
Die 35 Bücher mit jeweils den meisten Stimmen treten dann in der Abstimmungsrunde gegeneinander an. Die 3 Bücher aus jeder Kategorie mit den meisten Stimmen bekommen den LovelyBooks Leserpreis verliehen.

Das heißt?

„Die Mädchen von Feenis Alberon“ ist in der Kategorie ‚Fantasy und Science Fiction‘ nominiert worden. Für mich bedeutet das erst einmal, dass es mehrere Leser gab, die mein Buch genug mochten, um es zu nominieren. Das freut mich natürlich riesig und um ehrlich zu sein, bin ich ein wenig aufgregt 😀

Da es ein Leserpreis ist und die Anzahl der Nominierungen ausschlaggebend dafür ist, ob ich in die nächste Runde komme, würde ich mich freuen, wenn du für mich abstimmen könntest.

Wie stimmt man ab?

Auch das ist relativ simple gehalten. Du klickst hier und suchst über den Button ‚Buch nominieren‘ mein Buch – das geht entweder über den Titel, das Stichwort Feenis Alberon oder über meinen Namen. Damit das möglich ist, musst du dich jedoch anmelden oder dich kostenlos registrieren.
Das wars.

Wenn du einmal dabei bist, kannst du natürlich auch andere Bücher nominieren, die dich im vergangenen Jahr begeistert haben. Der Autor wird sich freuen 🙂

Wie geht es dann weiter?

Erst einmal heißt es dann abwarten und Tee trinken. Spätestens am 18. November steht dann fest, ob ich es in die nächste Runde geschafft habe. Falls ja heißt es: nochmal abstimmen.

Wie stehen die Chancen?

Ganz ehrlich? Vermutlich nicht besonders gut. Fantasy und Science Fiction ist eine relativ große Kategorie mit sehr vielen nominierten Büchern. Es gibt einige Autoren, mit großen Fangemeinden, die bereits fleißig nominieren. Dagegen sind meine Chance, in die nächste Runde zu kommen, vergleichsweise gering.
Ein Versuch ist es trotzdem wert und vielleicht reicht es ja. Wir werden sehen 🙂
Du kannst natürlich mein Buch auch in anderen passenden Kategorien nominieren, wenn du magst.

Danke für deine Unterstützung. Ich halte dich gerne auf dem Laufenden und sage Bescheid, sobald ich weiß, ob ich in die nächste Runde gekommen bin! 🙂

Nachtrag: Ich wurde auch in der Kategorie ‚Deutschsprachiges Debüt‚ nominiert. Danke auch dafür und natürlich darfst du auch dort für mich abstimmen 🙂

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Das Adelshaus Artisan

Die Adelhäuser Alberon und Labados aus meinem Buch „Feenis Alberon“ habe ich bereits näher beleuchtet. Jetzt widme ich mich dem Adelshaus Artisan.

Nach der grausamen Ansiedlungsgeschichte Labados, die sich wacker hielt, wollte sich keine weitere Adelsfamilie ansiedeln. Trotz des vielen Platzes und der hervorragenden Lage der Stadt, dominierten die Gerüchte in den Köpfen der Menschen.
Nur wenige Handwerker, Kaufleute und andere Nicht-Adlige trauten sich in den unbesiedelten Raum hervor. Aus einer kleinen Aneinanderreihung an Häusern entstand, in etlicher Entfernungen zu Alberon und Labados, eine immer größer werdende Masse. In Zusammenarbeit der Handwerkerfamilien entstand ein Hafen, an der einzigen Stelle der Stadt, die dafür geeignet war. Durch den neu erlangten Import – später auch Export – begann ihr Reichtum zu wachsen. Die Handwerkerfamilien schlossen sich zusammen, nannten sich „Artisan“ und ernannten sich selbst zu einer Adelsfamilie.
Diese Handlung stieß Alberon und Labados gehörig vor den Kopf, doch der neu erschlossene Wasserweg lag auch im Interesse der beiden Häuser und so mussten sie sich mit dem neuen Haus gut stellen. Jedoch sah keiner der beiden (auch nicht die später angesiedelten) dieses Haus als ein vollwertiges an und der Hafen war und ist der einzige Grund, weswegen sie nicht bei den anderen Häusern in Ungnade gefallen sind.

Durch den Zusammenschluss von fast zehn Familien gibt es keine gradlinigen und eindeutigen Kennzeichen, an denen das Haus erkannt werden kann. Die Nachkommen des Hauses haben scheinbar keine äußerlichen Gemeinsamkeiten, sind jedoch in ihren Zielen gleich: sie leben sehr nah an dem einfachen Volk und wollen ihnen ein besseres Leben schenken. Sie waren die ersten, die Waisenhäuser eingerichtet haben, versuchten Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und selbst Straftätern eine zweite Chance zu geben. Die Kinder des Hauses werden mit Menschen von der Straße verheiratet, um den Kreis der „Adligen“ zu vergrößern. Durch dieses Verhalten und durch das volksnahe Verhalten, heben sie sich stark von den anderen Häusern ab und werden oft nicht ernst genommen.

Ihr Hauptpunkt konzentriert sich auf den Hafen, weswegen sie mit so ziemlich allen Importwaren handeln, die sie in die Finger bekommen. Gleichermaßen sind sie auf Schiffsbau fokussiert und haben weitreichende Verbindungen in alle Welt. Sie gelten als aufgeschlossen, hilfsbereit und bodenständig.

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Willkommen im Preptober!

Heute ist der 1. Oktober oder wie manche ihn nennen: Preptober. Der Oktober ist der offizielle Vorbereitungsmonat für alle, die beim NaNoWriMo mitmachen wollen. Der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) hat zum Ziel, dass am Ende November der erste Entwurf eines Romanes fertig ist. Viele Autoren überall auf der Welt versammeln sich vor ihren Computern und schreiben was das Zeug hält, um am Ende des Monats 50.000 Wörter oder sogar mehr zu ihrem WIP hinzufügen zu können. Seit 2017 bin ich begeisterte Teilnehmerin. Letztes Jahr ist in dieser Zeit mein Buch „Feenis Alberon“ entstanden und auch dieses Jahr bin ich wieder am Start und kann es kaum erwarten, dass das Schreiben endlich beginnt.

Ein Buch braucht Vorbereitung

Natürlich kann man ein Buch auch aus der Kalten heraus schreiben, aber es bietet sich immer an, wenigstens ein wenig vorzubereiten. Bei meinen ersten Büchern und Projekten war mir die Vorbereitung nicht wichtig und jetzt liegen die Manuskripte mit Lücken und Logikfehlern in meinem Schrank und werden vermutlich niemals von jemand anderen gelesen, was schade ist, weil unglaublich viel Zeit darin steckt.

Um das zu verhindern, hilft eine detaillierte Vorbereitung, um Plot Holes und Logiklücken zu verhindern und die ein oder andere Schreibblockade abzuschwächen. Es liegt jedoch bei jedem selbst, wie detailliert man planen will. Dabei gibt es kein richtig und falsch, sondern jeder muss für sich den besten Weg finden.

Die Welt

Eine Sache, die jeder Autor planen sollte, ist die Welt, in der die Geschichte spielt. Selbst, wenn es die uns Bekannte ist, sollte man ein wenig darüber nachdenken. Wichtig dabei sind die Fragen nach der inneren Logik. Auch ausgedachte und neu designte Welten müssen in sich schlüssig sein. Zum Beispiel sollte man davon absehen, die physikalischen Gesetze aufzuheben. Bei anderen Welten ist wichtig wenigstens eine grobe Ahnung von den Bewohnern zu haben (vor allem, wenn sie eine andere Spezies als Menschen sind), aber auch das Verhältnis einzelner Gruppen zueinander. Denk dabei kurz über Infrastruktur, besondere Ereignisse, politische, soziale und ethnische Strukturen, Religionen, die Geschichte der Welt, Magiesysteme und mögliche Wahrnehmungen nach.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass vieles sich im Laufe der Planung von alleine plant, aber es schadet nicht, den ein oder anderen Gedanken darüber zu verlieren, bevor man mit dem eigentlichen Plot anfängt.

Die Figuren

Das nächste, was ich mir nach der Welt vornehme, sind die Hauptfiguren, die im Verlauf der Geschichte wichtig werden. Es ist wichtig, dass die Figuren dreidimensional sind. Das bedeutet, dass sie nicht platt sind, sondern ein Eigenleben haben. Wenn man sich mit seinen Charakteren beschäftigt, passiert es außerdem nicht so schnell, dass sie sich out of character verhalten, was den Leser stören würde. Es gibt eine Liste von 100 Fragen an deinen Charakter, die dabei helfen kann entweder zu kontrollieren, dass dein Charakter nicht platt ist oder für dich, dass du deinen Charakter besser kennenlernen kannst. Du musst nicht alle Fragen beantworten können müssen, aber es kann helfen. Ich versuche meistens so 30-60 Fragen zu durchlaufen, um ein gutes Gespür für meine Hauptfiguren zu bekommen. Meistens merke ich dabei dann, wie viele und teils auch welche Nebenfiguren wichtig werden könnten.

Die Nebenfiguren brauchen meistens nicht so viel Planung, wie die Hauptfiguren, aber auch hier stören platte Charaktere. Bei Feenis Alberon habe ich mittlerweile eine Liste von über 100 Charakteren, die wichtig werden könnten. Nicht jede Figur ist bis ins letzte Detail geplant, jedoch habe ich zumindest bei jeder Ansatzpunkte, die ich aufgreifen kann, falls sie wichtig werden.

Charaktere, die du lieber lassen solltest:

  • Der beste Freund deiner Hauptperson, der die ganze Zeit nur da ist und alles abnickt. Er braucht auch ein wenig Eigenleben. Ein Charakter, der nur da ist, um zu helfen, ist in den meisten Fällen langweilig.
  • Mary Sue. Das sind perfekte Charaktere, die keinerlei Fehler besitzen. Der männliche Gegenpart heißt Gary Sue. Charaktere ohne Fehler und Makel sind langweilig.
  • Der allwissende Mentor. Ich bin ein großer Freund der Mentorenrolle, jedoch sollte es keine unerschöpfliche Quelle von Wissen sein. Deine Hauptfigur sollte schon für die Informationen kämpfen müssen.
  • Die gesichtslose Hauptfigur. Wenn man ein Buch zuschlägt und keine Ahnung mehr hat, wie die Hauptfigur aussieht oder sich verhält, ist sie einfach langweilig. Ein bisschen Eigenleben muss schon sein.
  • Der Ja-Sager. Egal ob Haupt- oder Nebencharakter, bitte führe keine Figur ein, die nur zu allem ja sagt. Wenn du sehr viele Charaktere hast, ist das in Ordnung, aber jemand, der nur hinter allen herdackelt, ist langweilig.
  • Die Klischee-Erfüller. Wenn deine Charaktere nur aus Klischees bestehen, kann das schnell langweilig werden. Der Bad-Boy, der eigentlich nur geliebt werden will. Das schüchterne Mädchen, das sich in den Draufgängertypen verliebt. Das alles gab es schon sehr oft. Ein wenig Klischee ist in Ordnung, zu viel ist zu viel, denn dann gibt es keine Überraschungen mehr.

Der Plot

Oft habe ich bereits eine Idee der Handlung, die passieren wird und mit den Figuren kommen die Konflikte, die die Geschichte spannend machen. Diese Konflikte sind wichtig, es braucht aber äußere und innere Konflikte. Konflikte, die

  • die Figuren mit sich selbst haben
  • die Figuren untereinander haben
  • von außen kommen (Gesellschaft, Religion, Gesetze, soziale Strukturen, …)

Damit einher gehen auch oft die Plot-Twists, die im Laufe der Geschichte auftauchen. An dieser Stelle entscheide ich mich meistens, welche Plotting Art ich verwenden möchte, falls ich es nicht von Anfang an weiß. Es gibt unzählig viele, aber hier sind die 3, die ich liebsten nutze (die Arten zu erklären, würde den Rahmen sprengen, deswegen verlinke ich euch entsprechende Blogbeiträge anderer Autoren):

Ich habe bemerkt, dass jedes Projekt nach einer anderen Plotting Art verlangt. Manchmal passt die eine, manchmal die andere. Das muss man einfach ausprobieren und gucken, was sich am besten anfühlt.

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass nicht immer der Plot-Plan aufgehen muss. Ich habe schon manchmal beim Schreiben, meine Planung über Board geworfen und es tat der Geschichte sogar gut. Der Plot ist nicht in Stein gemeißelt und kann jederzeit angepasst werden, wenn es für die Geschichte gut ist.

Die Handlungsorte

Wenn der Rest steht, kann man beginnen, die einzelnen Orte zu planen. Das bedeutet, man schaut sich die einzelnen Orte der potenziellen Handlung genauer an. Es ist nicht wichtig von jedem Ort eine Karte zu haben, aber es kann helfen, wenn man Besonderheiten kennt und weiß, was es an diesen Ort gibt und was nicht. Dinge, die du aber wissen solltest sind zum Beispiel: wer wohnt dort und wer nicht, welche sozialen Strukturen sind vorhanden (z.B. Straßenbanden oder besonders strenge Polizei), wie reich/arm sind die Bewohner, …

Wenn du an dieser Stelle angekommen bist, sollte eigentlich fast alles klar sein und deine Planung müsste in den letzten Zügen sein. Fragen, die noch aufgekommen sind, solltest du jetzt klären. Das ist meistens der Punkt, an den ich mit meiner Recherche anfange. Was die Recherche beinhaltet, hängt stark von dem Projekt ab.

Aber bevor ich dann anfange zu schreiben, nehme ich mir eins, zwei Tage Ruhe. Zum einen um den Kopf nochmal freizubekommen und einen anderen Blickwinkel auf meine Planung zu bekommen und zum anderen, weil eine sehr stressige und anstrengende Zeit kommen wird. Ich arbeite meine To-Do-Liste ab, besorge Nervennahrung, räume auf und versuche alle Ablenkungen zu beseitigen. Oft plane ich meine Wochen, räume mir Schreibzeiten ein, die dann nur noch im Notfall verschoben werden, suche mir Schreibplaylisten raus, erstelle ein Moodboard zu meinem Projekt und versuche mich gedanklich in die Welt und die Figuren zu finden.

Und dann heißt es: Ran an die Tastatur, es ist Schreib-Zeit!

Weitere Blogartikel zum Preptober von anderen Autoren: Annika Bühnemann, Antje Bremer