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Der NaNoWriMo ist vorbei. Ein sehr aufwendiger und umfangreicher Schreibmonat ist damit zu Ende und ich schaute zurück auf 1 3/4 geschriebene Manuskripte und wunder mich, wann ich diese ganzen Worte aneinandergesetzt habe.
Eigentlich war es „nur“ geplant, dass ich mein NaNo Steampunk Projekt schreibe, weil mich das diesjährige NaNo Design dazu versucht hat. Bei einigen Menschen in meinem Umfeld stieß das auf Unmut – immerhin gibt es den ein oder anderen, der den 2. Teil von Feenis Alberon lesen will 😉 Aber keine Sorge, ich habe mein Herzensprojekt nicht vergessen und obwohl ich immer wieder auf Schwierigkeiten beim Schreiben gestoßen bin, hat es mich nicht losgelassen und so habe ich in der letzten NaNo Woche mich nochmal dran gesetzt und noch eine neue Version geschrieben – die mittlerweile 4. Version. Im Vorhinein habe ich mich nochmal damit auseinandergesetzt, warum es mir in den letzten Versionen nicht gelingen wollte und innerhalb kürzester Zeit habe ich es tatsächlich geschafft eben diese Punkte zu eliminieren und einen erfolgreichen 4. Entwurf zu schreiben. Am Ende des NaNos war das Manuskript bereits auf über 75% und ich bin zuversichtlich, dass ich es in den nächsten Tagen fertig schreiben kann.
Insgesamt bin ich im NaNo auf einen Wordcount von über 86.000 Wörter gekommen, was 15k mehr sind als mein vorheriger Monatsrekord.

Wie es schreibtechnisch in den nächsten Tagen und Wochen laufen wird, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Nächste Woche schreibe ich meine erste Prüfung und habe auch von der Uni aus und generell wieder mehr Termine, wodurch es ziemlich unmöglich werden sollte, ähnliche Erfolge zu erzielen. Mein primäres Ziel ist es deswegen die Schreibroutine aufrechtzuerhalten und das Schreiben in mein alltägliches Leben zu integrieren. Sollte ich das schaffen, sollte ich den 2. Teil von Feenis Alberon im Dezember fertig schreiben und überarbeiten können – jedenfalls so weit, dass es die erste Reise zu den Testlesern antreten kann. Würde mich jedenfalls sehr freuen 🙂

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Ich glaube, es ist mal wieder Zeit über ein paar Neuigkeiten aus meinem Autorenleben zu schreiben. Viel passiert zwar insgesamt nicht, aber über die Zeit sammelt sich da doch einiges an 🙂

Zuerst einmal der LovelyBooks Leserpreis. Ich habe groß Werbung dafür gemacht und die Auswertung kam vor zwei Wochen. Mein Buch „Die Mädchen von Feenis Alberon“ hat es nicht in die nächste Runde geschafft. Ich bin trotzdem unglaublich glücklich über die vielen Stimmen, die ich bekommen habe. Feenis Alberon steht damit auf der Longlist in den Kategorien „Fantasy & Science Fiction“ und „Deutschsprachriges Debüt“ geschafft. Ich bin total überwältigt und glücklich so viel Zustimmung zu sehen und es motiviert unglaublich! Danke an jeden, der für mich abgestimmt hat 😀

Die nächste Sache, die ich ansprechen möchte, betrifft diesen Blog hier direkt. In der letzten Woche habe ich bereits ein Gastbeitrag veröffentlicht und auch in Zukunft werden alle zwei Wochen Gastbeiträge (immer freitags um 9 Uhr) kommen. Damit möchte ich eine bunte Mischung aus Beiträgen erzielen mit Themen, die mir vermutlich niemals eingefallen wären oder die ich nie geschrieben hätte. Ich habe eine Gruppe an fleißigen Autoren, die bereits kräftig schreiben, sodass für die nächsten Wochen Beiträge in den Startlöchern stehen.
Gastbeiträge werden so lange kommen, wie es Freiwillige gibt. Also wenn du Lust hast einen Gastbeitrag über das Schreiben zu schreiben, kannst du mich entweder über Kontakt kontaktieren oder mir auf einen meiner Social Media Kanälen eine Nachricht schicken.

Eine weitere neue Kategorie wird Rezensionen sein. Die werden nur sehr unregelmäßig kommen, weil ich neben Uni und Schreiben nicht viel Zeit habe, zu lesen und ich nur ungerne Bücher, die ich für Uni lese, rezensieren möchte. Es wird die ein oder andere Ausnahme geben, doch meine eigentliche Intension ist es, Werke von unbekannten (Selfpublishing) Autoren vorzustellen, die mich begeistert haben. Wie wichtig Rezensionen sind, ist mir auch erst klar geworden, seitdem ich mein eigenes Buch herausgebracht habe. Seht es gerne als Leseempfehlungen und für mich ein Versuch meinen Stapel an ungelesenen Büchern weiter abzuarbeiten.

Mein Schreibplan. Es ist Ende November und somit für mich höchste Zeit, meinen nächsten Monat oder gar meine nächsten Monate zu planen. Mein NaNo-Projekt trägt derzeit noch den Arbeitstitel „Einhornschnitzel“ (auf Twitter & Instagram unter #ProjektDMAC zu finden). Der Titel hat jedoch rein gar nichts mit dem Inhalt zu tun, sondern dient lediglich als Platzhaltes. In dem Projekt kommen weder Einhörner noch Schnitzel vor. Ich fand das Wort nur so genial 😀 Mehr als dass es Steampunk ist, sage ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, werde das Projekt euch jedoch demnächst genauer vorstellen.
Ich habe wieder mit dem Schreiben vom 2. Teil für die Reihe Feenis Alberon begonnen und komme besser als die letzten Male voran. Mittlerweile ist es die 4. Version, die ich schreibe, weil ich mich an irgendeiner Stelle immer verrenne und durch ein Plothole komme ich nicht weiter. Dieses Mal klappt alles jedoch super und ich bin voll drin. Mein Ziel ist es, den 2. Teil im Frühjahr (sprich März) zu veröffentlichen. Drückt mir die Daumen, dass das funktionieren wird 😀 Wenn es fertig für die Testleser ist, werde ich mich wieder meinem NaNo Projekt zuwenden, es überarbeiten und ebenfalls an Testleser schicken, sodass ich hoffentlich im März auf Verlagssuche gehen kann.
Wieder einmal hat sich Projekt Nymphe dazwischen geschoben. Meine Odysee mit der Geschichte zieht sich weiter und es würde an ein Wunder grenzen, wenn ich es dieses Jahr noch fertig stellen sollte. Aber immerhin ist die Leseprobe mittlerweile fast fertig und so kann ich die bald testlesen lassen, um auch dieses Projekt Anfang 2020 an einen Verlag schicken zu können.
Wie ihr seht, werden die nächsten Monate spannend und viel bei mir. Mal sehen, wie gut ich meine Pläne umsetzen kann, wenn Uni wieder einmal meine Pläne durchkreuzt. Ich bin echt gespannt, wie gut ich meine Ziele einhalten kann 🙂

Eine letzte kleine Neuigkeit zum Schluss: Ich habe jetzt Pinterest. Pinterest ist eine Internetseite, auf der jeder Nutzer eigene Pinnwände mit Bildern erstellen kann. Neben Moodboards und niedlichen Hundebildern habe ich dort auch Pinnwände für Feenis Alberon (sortiert nach den einzelnen Adelshäusern) und meinem NaNo Projekt.

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Ideenfriedhof #2

Wenn ich alles so viel hätte, wie Ideen. Doch nicht alle Ideen, die ich habe, schaffen es mich langfristig zu begeistern. Manche von ihnen landen nach der Anfangseuphorie auf dem Stapel der Ideen, die ich vermutlich niemals schreiben werde. Diese ist eine davon.

Genre: unklar, vermutlich Fantasy (kein Horror)

Die Idee: eine junge Frau zieht nach ihrem Schulabschluss (eventuell auch Uniabschluss) nach Rom. Um über die Runden zu kommen, nimmt die einen Job als Touristen Guide an und führt täglich viele Touristen an die bekanntesten Stellen. Nach einigen Wochen an Arbeit, die ihr wirklich Spaß macht, soll sie für einen Kollegen einspringen, der nicht zur Arbeit erschienen ist. Dieser führt die Touristen durch die Katakomben Roms. Weil das die einzige Touristenattraktion ist, die sie noch nicht hautnah erleben konnte, nimmt sie an und soll schon am nächsten Tag mit den Führungen beginnen.
Sie bekommt ihre Texte, lernt diese und ist etwas nervös, als sie am nächsten Tag vor der kleinen Gruppe aus Touristen steht.
Von ihrem Kollegen gibt es weiterhin keine Spur, also bleibt sie dabei und macht weiterhin die Führungen in den Katakomben, die ihr sehr gut gefallen. An einem Abend, als eine weitere Kollegin erkrankt und früher nach Hause geht, soll sie zuschließen. Kurz bevor sie die letzte Tür zuschließt, überprüft sie nochmal den Überwachungsbildschirm und sieht eine Bewegung. Etwas unsicher, was das sein könnte, geht sie alleine hinunter und sucht nach dem Ursprung.
Sie findet nichts, was sich hätte bewegen können. Doch als sie zurückgehen will, ist etwas anders. Durch ein Zeitportal ist sie in das Alte Rom gelangt und muss sich jetzt nur mit dem Wissen aus Schulzeiten und aus ihren Führungen durchschlagen. Zwischendurch schaffte sie es jedoch, die Schönheit der Gebäude zu bewundern, die sie zuvor nur als Ruinen gesehen hat und trifft sogar ihren Kollegen wieder, der durch dasselbe Zeitportal gegangen ist.

Warum ich es nicht schreiben werde

  1. Es ist unglaublich viel Recherche. Ich liebe das Alte Rom, aber einen authentischen Roman in der Zeit spielen zu lassen, ist selbst mir zu hoch.
  2. Der Plot ist Mangelware. Ich habe ein paar Punkte, die passieren sollten, aber der Rest wabert schon seit Wochen nur vor sich her. Auf der anderen Seite gibt es zu viel, was ich eine Figur im Alten Rom machen lassen wollen würde.
  3. Architektur zu beschreiben, liegt mir nicht. Ich habe Respekt vor Autoren, die seitenlang nur Umgebungen oder Menschen beschreiben, ich kann das nicht. Aber diese Geschichte würde gerade davon leben, die alten Kunstwerke und Gebäude zu beschreiben. Vermutlich wäre sogar Film das bessere Medium als Buch.

Ob ich mich vielleicht irgendwann doch dafür entscheide, die Idee wiederzubeleben, ist noch nicht klar. Aber aus meinem jetzigen Standpunkt scheint es nicht so.

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Gastbeitrag: Positives Schreiben – Gezielt die Stimmung manipulieren

Was ist positives Schreiben?

Positives Schreiben – das klingt nicht nach etwas, das für düstere Werke gedacht ist. So etwas brauchen wohl eher die Schöpfer*innen fluffiger Romanzen oder leichter Komödien.
Richtig?
Falsch.
Positives Schreiben meint nicht, den Inhalt positiv zu gestalten, sondern genau die Stimmung zu Papier zu bringen, die man erzielen möchte – indem man auf Verneinungen verzichtet.
Natürlich ist es unmöglich, völlig ohne Verneinungen auszukommen. Aber es ist möglich, sie gezielt zu reduzieren. Und, mit etwas Übung, sogar, sie gezielt einzusetzen, um das Lesegefühl zu manipulieren.

Woher kommt positives Schreiben?

Der Ansatz kommt eigentlich aus der Medizin. Speziell Menschen, die sich mit Angststörungen oder Panikattacken auseinandersetzen müssen, haben eventuell schon davon gehört. Der simple Hintergrund:
Unser Angstzentrum ist unfähig, Verneinungen zu verarbeiten.
Das grobe Konstrukt ist recht simpel: Jede Information unserer Umwelt, wird von unserem körpereigenen Angstzentrum, der Amygdala, geprüft. Alles, was wir sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken, wird auf Bedrohungen untersucht. Dieser Vorgang sichert unser Überleben, denn so ist es möglich, ohne Verzögerung auf jede Bedrohung zu reagieren.
Damit das schnell genug vonstattengeht, fallen dabei allerdings einige Details unter den Tisch. Unter anderem Verneinungen. Worte wie „nicht“ oder „kein“ rutschen im Angstzentrum zwecks schnellerer Verarbeitung durchs Raster.
Das ist der Grund, warum man jemandem mit einer Panikattacke niemals sagen sollte, dass „nichts passiert“ oder die Situation „nicht gefährlich“ sei. Sagt ihm*ihr lieber es ist „alles in Ordnung“ oder er*sie ist „sicher“.
Dasselbe gilt für eure Leser*innen.

Ein Beispiel für positives Schreiben

Lasst uns einmal ausprobieren, wie sich diese Theorie in der Praxis auswirkt. Betrachten wir diese kurze Szene:
Shirin kniete sich neben Kim auf den Boden. „Es ist nichts passiert“, flüsterte sie. „Keine Sorge, wir sind nicht mehr in Gefahr.“

Und jetzt dieselbe Mini-Szene noch einmal ohne Verneinungen:
Shirin kniete sich neben Kim auf den Boden. „Es ist alles in Ordnung“, flüsterte sie. „Beruhige dich, wir sind sicher.“

Rein inhaltlich ist es zweimal dieselbe Situation. Aber wirkt sie auch gleich?

Mit einem so kurzen Ausschnitt ist der Effekt relativ gering, aber auch hier wird schon klar: Im ersten Fall spürt man beim Lesen eine gewisse Beklemmung, während man beim zweiten eher Erleichterung wahrnimmt. Das hängt mit der Verarbeitung im Angstzentrum zusammen.
In der ersten Fassung verarbeitet unser Unterbewusstsein aus Shirins Redebeitrag in erster Linie die Worte „passiert“, „Sorge“ und „Gefahr“. Diese Begriffe verbinden wir automatisch mit einer potenziellen Bedrohung. Unser Unterbewusstsein begibt sich in Alarmbereitschaft.
In der zweiten Fassung verarbeiten wir „in Ordnung“, „Beruhige dich“ und „sicher“. Diese Begriffe verbindet unser Unterbewusstsein mit Sicherheit und signalisiert dementsprechend Entspannung.

Einsatz von positivem Schreiben im Text

Was kann ich nun damit anfangen?
In erster Linie ist diese Erkenntnis sehr wertvoll, wenn es um das bewusste Erzielen einer bestimmten Wirkung geht. Es verdichtet die Atmosphäre, wenn man gezielt Verneinungen vermeidet und direkt Worte benutzt, welche die Stimmung stützen.
Wichtig hierzu: Die berühmt-berüchtigten Wortfelder, mit denen meine Grundschullehrerin uns regelmäßig bombardiert hat (schon damals zu meiner großen Freude). Als Hilfestellung kann man sich hier Wortfelder zur jeweiligen Stimmung erstellen und darin Adjektive, Substantive und Verben sammeln, die zur Atmosphäre beitragen.
Umgekehrt kann man natürlich auch gemein sein und den Leser gezielt manipulieren.
Wenn wir uns an die kleinen Beispiele erinnern: Die erste Variante mit Verneinungen ist keineswegs um jeden Preis zu vermeiden – im Gegenteil. In einer scheinbar entspannten Situation kann man als Autor*in das Alarmsystem der Leser*innen am Laufen halten. Man hält die Anspannung aufrecht, obwohl die Leser*innen glauben, die Situation habe sich entspannt. Schließlich steht da doch, dass nichts passiert ist, nicht wahr?

Fazit

Halten wir also fest: Unser Angstzentrum hat viel zu tun und arbeitet deshalb nur mit einem groben Raster. Dieses Raster können wir als Autor*innen für uns nutzen. Wichtig hierbei sind Verneinungen wie „nicht“ oder „kein“. Sie fallen durch das Raster und bleiben unverarbeitet.
Entsprechend der verarbeiteten Information reagiert das Unterbewusstsein – auch beim Lesen. Egal, was das Bewusstsein wahrnimmt, die Feinheiten der Stimmung kommen aus dem Unterbewusstsein.
Ich selbst achte seit einiger Zeit gezielt auf verneinungsfreie Formulierungen und ich kann zwei Dinge darüber sagen:
Erstens trägt es tatsächlich zur Stimmung der Geschichte bei. Man kann seine Leser*innen damit gezielt beeinflussen und eine unterschwellige Stimmung unter dem Offensichtlichen erschaffen.

Und zweitens: Es braucht irre viel Übung.
Verneinungen sind einfach und wir machen es uns, auch beim Schreiben, gerne leicht. Es ist eine Frage ständigen Trainings, „nicht“ und „kein“ nach und nach aus dem reflexartigen Vokabular zu streichen und bewusst einzusetzen.

Aber ich stelle auch fest: Selbst wenn es einige Zeit braucht, positives Schreiben lohnt sich. Ich habe das positive Formulieren ursprünglich für meinen Alltag gelernt und es hat mich sehr weit gebracht. Aber auch beim Schreiben macht es einen spürbaren Unterschied.
In diesem Sinne: Ran an die Tasten! Manipuliert die Stimmung!

Viel Spaß!

Über die Autorin: Judith Greis gehört zu jenen Autorinnen, die seit ihrer Kindheit schreiben. Was mit ersten kleinen Lesungen im Stuhlkreis der Grundschule begann, führte bald zu ersten Romanideen und schließlich zur Welt der Fanfiktions, der sie bis heute treu geblieben ist.
Privat lebt die gelernte Bauzeichnerin direkt am Wald. Trotz hitziger Diskussionen mit den benachbarten Bewohnern der Wildnis ist bis heute ungeklärt, ob bei den Besuchen bei ihrem Freund in der Schweiz die Eichhörnchen oder die Gartenschläfer die Herrschaft über den Lieblingsschreibplatz auf dem Balkon übernehmen.
Mehr zu der Autorin findet Ihr hier.

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Das Adelshaus Ralin

Die Adelshäuser Alberon, Labados und Artisan aus „Feenis Alberon“ habe ich bereits etwas näher beleuchtet, hier kommt das vierte Haus: Ralin.

Nach der Ansiedlung des Hauses Artisan, dauerte es nicht mehr lange, bis das nächste Haus sich auch vorwagte. Ralin siedelte an dem Platz, der ihm von den zwei großen Häusern gewiesen wurde. Sie stammten aus dem Königreich Sadon und pflegten eine gute Beziehung zu dessen König. Das war nur einer der Gründe, warum ihnen ihre Lage – mit einem sehr weiten Weg nach Sadon – nicht gefiel. Das Haus Ralin war von Anfang an darauf aus, dass Feenis Alberon, in das Königreich aufgenommen zu werden. Als treue Untertanen Sadons sahen sie dies als ihre heilige Pflicht und wollten nicht eher zurückkehren, ehe sie dies erreicht haben.
Dass ihre Bemühungen keine Früchte trugen und tragen, hindert sie trotzdem nicht daran, sich regelmäßig mit dem hohen Adel des Königreiches zu verheiraten und viele Kinder und Enkel dieses Adels vorzubringen.
Das Haus ist weder abergläubisch, noch hängt sie einer Religion an. Es ist jedoch sehr loyal ihrem König gegenüber, obwohl sie nicht auf seinem Königreich wohnen.
Auf den ersten Blick scheint nichts besonders an diesem Haus, doch dieses Haus bringt überdurchschnittlich viele männliche Kinder hervorbringt. Die meisten jungen Männer werden schnellstmöglich für einige Jahre in dem königlichen Heer untergebracht, weswegen das Haus Ralin als besonders militärisch und diszipliniert gilt. Befehlen des Hausoberhauptes wird ohne Hinterfragen gehorcht.
Es zählt, als hohe Ehre eine Edeldame des Königreichs zu heiraten, weswegen zum einen nur selten heiratsfähige Männer des Hauses Ralin in Feenis zu sehen sind und zum anderen es nur selten zu Hochzeiten zwischen Ralin und einem anderen Haus in Feenis kommt.
Ungewöhnliche oder seltene Handelsgüter sind bei Ralin fast nie anzufinden, jedoch haben sie das Monopol auf Waren aus Sadon und über die Jahre siedelten sich die besten Schmiedemeister an. Sie schmieden alles in ausgezeichneter Qualität, was sich jedoch oft schnell auf den Preis auswirkt.